Gianluigi Buffon International - Juventusworld 1897

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Il Capitano



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 Post subject: Buffon:"Die in der Serie A können mich mal", 1.11.06
#1PostPosted: 4. Dec 2014, 17:44 
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# Team Buffon
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1.11.06

Der teuerste Torwart der Welt ist bei einem zweitklassigen Club. Gianluigi Buffon blieb Rekordchampion Juventus Turin auch nach dem Zwangsabstieg treu. Im "11 Freunde"-Interview spricht der Weltmeister über nimmermüden Kampf und gemischte Gefühle gegenüber Deutschland.

Frage: Gianluigi Buffon, mit Juventus Turin spielen Sie diese Saison in der Serie B. Können Sie das Urteil im italienischen Fußballskandal nachvollziehen?

Gianluigi Buffon: Nach wie vor vertrete ich den Standpunkt, dass hier ein falsches Maß angesetzt wurde. Keine Frage, wenn Juve sich etwas zuschulden kommen lassen hat, muss es dafür gerade stehen. Aber es scheint doch, dass Juve längst nicht allein schuldig ist. Trotzdem sind wir anscheinend die Einzigen, die wirklich für die Vergehen der Clubs bestraft wurden.

Frage: Wie kommen Sie damit zurecht, in der Serie B zu spielen?

Buffon: Die Bühne verändert sich, aber der Ball bleibt immer derselbe. Ich empfinde es nicht als Verschlechterung. Auch in der Serie B wird guter Fußball gespielt. Außerdem hat die 2. Liga für mich als Keeper den Vorteil, dass ich weniger gefährliche Bälle aufs Tor bekomme.

Frage: Mit anderen Worten: Es lastet auch weniger Druck auf Ihnen als in der Serie A?

Buffon: Im Gegenteil. Beim Spiel in Rimini war ich nervöser als am Mittwoch zuvor im EM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich. Das zeigt, dass Fußball – egal auf welchem Niveau – bei mir immer noch starke Gefühle auslöst.

Frage: Wann wird Juve wieder in der Serie A spielen? Sie haben immerhin einen Rückstand von neun Punkten aufzuholen.

Buffon: In der nächsten Saison, hoffe ich. Es ist auch ein wichtiges Ziel für mich: Schließlich wäre der Wiederaufstieg auch so etwas wie fünf Meisterschaften in Folge.

Frage: Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Buffon: Klar, um zurückzukommen müssen wir ab sofort eine lange Siegesserie hinlegen. In dieser Meisterschaft können wir es uns nicht leisten, vor uns hin zu traben – wir müssen direkt losgaloppieren.

Frage: Warum sind Sie trotz der Strafe bei Juve geblieben?

Buffon: Ich habe mich dazu verpflichtet gefühlt. Schon der Zwangsabstieg hat mir sehr wehgetan – in so einem Moment Juve zu verlassen, hätte ich nicht übers Herz gebracht. Ich wollte etwas Neues machen und wissen, wie sich das anfühlt. Im Übrigen: Die in der Serie A können mich mal.

Frage: Sie wurden bereits zweimal zum weltbesten Torhüter gewählt. Haben Sie manchmal Angst, an dieses Leistungsniveau nicht mehr anknüpfen zu können?

Buffon: Im Gegenteil. Ich bin auch wegen meiner Stärke, nach vorne zu schauen, einer der besten Keeper. Deshalb weiß ich, dass es durchaus möglich ist, dass ich noch besser werde. Und es ist mein Ziel, die anderen noch weiter hinter mir zu lassen.

Frage: Welche drei Attribute beschreiben den Menschen Buffon am treffendsten?

Buffon: Spontan würde ich sagen: loyal, sportlich, unbekümmert.

Frage: Der größte Fehler Ihres Lebens?

Buffon: Gibt es nicht. Menschen, die bereuen, haben sich vorsätzlich falsch verhalten. Ich bilde mir ein, dass ich in meinem Leben immer versucht habe, alles richtig zu machen – zumindest in Bezug auf andere. So habe ich mir selbst stets mehr Schmerz zugefügt als allen anderen Menschen.

Frage: Wie verbringen Sie Ihr Leben abseits des Fußballs?

Buffon: Ich bin viel mit meiner Freundin und meiner Familie zusammen. Ich führe ein normales Leben. Letztes Jahr habe ich einen Englischkurs gemacht.

Frage: Wer hat Sie am meisten geprägt?

Buffon: Meine Eltern haben mir traditionelle Werte beigebracht. Beide waren erfolgreiche Sportler und haben mir sehr geholfen, mich in der Welt des Profifußballs durchzusetzen.

Frage: Was haben Sie vom Cousin Ihres Großvaters Lorenzo Buffon, dem italienischen Nationaltorhüter der späten fünfziger Jahre, gelernt?

Buffon: Wir sehen uns zu selten, um uns über den Job auszutauschen. Als wir den WM-Titel holten, ließ er mir Glückwünsche ausrichten.

Frage: Welches war Ihr bislang wichtigstes Spiel – das WM-Finale?

Buffon: Das Halbfinale. Die Anspannung war viel größer als sonst. Ich war gegen Deutschland auch sehr viel nervöser als vorm Finale.

Frage: Abgesehen vom Titelgewinn für Italien – was hat Ihnen bei der WM in Deutschland besonders gut gefallen?

Buffon: Das WM-Turnier in Deutschland war für mich das Allergrößte. Dabei hatte ich aus sportlicher Perspektive bislang gemischte Gefühle gegenüber Deutschland: In der Champions League habe ich in Deutschland immer verloren. Aber die WM hat mich für alle Tore entschädigt, die ich im Europapokal kassiert habe.

Frage: Welches war für Sie das schönste Tor der WM?

Buffon: Fabio Grossos Schlenzer gegen Deutschland war wunderschön, genauso wie der Treffer von Phillip Lahm gegen Costa Rica. Nicht zu vergessen: Fernando Torres' Treffer gegen die Ukraine.

Frage: Wie groß ist die Sehnsucht eines Welttorhüters, selbst einmal ein Tor zu machen?

Buffon: Beim Pokalspiel im August habe ich versucht, im Elfmeterschießen gegen Neapel ein Tor zu machen. Aber ich habe verschossen. Aber ich verspreche Ihnen, vor dem Ende meiner Karriere versenke ich noch einen.

Frage: Stimmt es, dass Sie über jeden Treffer gegen Sie Buch führen?

Buffon: Diese Aufzeichnungen habe ich bis vor drei Jahren gemacht. Ich habe alle Elfmeter, die ich kassiert oder abgewehrt habe, in ein Notizbuch geschrieben. Mein Plan war, meine Quote zu errechnen und sie stetig zu verbessern. Zwischendurch habe ich rund 45 Prozent der Schüsse gehalten. Aber nachdem wir das Champions-League-Finale in Manchester 2003 gegen Milan verloren hatten, habe ich einfach aufgehört zu zählen. Die Enttäuschung war so groß. Obwohl ich zwei Elfmeter abgewehrt hatte, verließen wir den Platz als Verlierer.

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 Post subject: Re: Buffon:"Die in der Serie A können mich mal", 1.11.06
#2PostPosted: 4. Dec 2014, 22:21 
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Gobbi
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Sehr interessantes Interview, danke :maedel-knuddler:


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