Gianluigi Buffon International - Juventusworld 1897

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Il Capitano

INTERVIEWGianluigi Buffon, 27.10.07


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1. Apr 2014, 10:43

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 Post subject: Gianluigi Buffon, 27.10.07
#1PostPosted: 1. Apr 2014, 10:43 
# Team Buffon
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«Goalie-Rotation ist in Italien unmöglich»

Wie sollte es beim aktuell besten Torhüter der Welt auch anders sein? Gianluigi «Gigi» Buffon (29) liess lange auf sich warten, ehe er zum Interview kam. Arroganz? Stargehabe? Nein! Der Juve-Keeper präsentierte sich dann überraschend normal.

Gigi Buffon, 2006 wurde Italien Fussball-Weltmeister. Am Sonntag holte Räikkönen auf Ferrari den Titel in der Formel 1. Zwei Titel in zwei Prestige-Sportarten: Ist es in diesen Tagen speziell schön, Italiener zu sein?
Gianluigi Buffon (lacht): Es ist immer schön, und ich bin sehr stolz darauf, Italiener zu sein. Aber klar freue ich mich, wenn mein Land mit einzigartigen Leistungen von sich reden macht.

Wurden bei Ihnen Erinnerungen wach, als sie die Konfetti-Bilder bei der Siegerehrung in der Formel 1 gesehen haben?
Sicher, so etwas vergisst man nie! Ich werde noch meinen Enkelkindern bis ins letzte Detail alles erzählen können. Es war grossartig, ja überwältigend, was letzten Sommer nach der WM in Italien los war. Wir waren eine fantastische Gruppe, die diesen Erfolg erst möglich gemacht hat. Aber ehrlich, auch wenn die Erinnerung schön ist – jetzt zählt die Gegenwart.

Bleiben wir dennoch einen Moment in der Vergangenheit…
… ich weiss, ihr Journalisten hängt gerne Vergangenem nach…(lacht)

Sie nicht?
Was soll ich noch daran ändern, wenn der Ball im Netz liegt? Nichts. Aber ich kann nach vorne schauen und es beim nächsten Mal besser machen.

Ich frage trotzdem… Der beste Goalie der Welt musste nach dem Calciogate durch die Tretmühle der Serie B. Wie fällt Ihr Rückblick aus?
Zum Glück war das Jahr schnell vorbei. Ich habe die Serie B wie ein prestigeträchtiges Turnier in Angriff genommen und am Ende hat Juve den Aufstieg geschafft.

Aber sie hatten Angebote von Spitzenvereinen wie Barcelona, Inter, AC Milan oder Real. Wieso haben Sie nicht den Klub gewechselt?
Ich weiss, das klingt in einer Zeit, in der Spieler schneller den Klub wechseln als ein Hemd, blöd, aber ich habe gespürt, dass mich Juve braucht. Die Klubleitung hat mir glaubwürdige Pläne für einen Wiederaufstieg und den Aufbau für ein konkurrenzfähiges Team vorgelegt. Auch wenn es in diesem Jahr nicht zum Titel reicht. Die Champions League liegt drin. Und dann waren da auch noch die Fans, die hinter mir standen, gerade weil ich nicht wie andere (Zambrotta, Cannavaro, Vieira, Ibrahimovic, Anmerk. d. Red.) davongelaufen bin.

Hatten Sie nie Bedenken, dass Ihr Platz in der Nati in Gefahr gerät?
Italien hat nur einen Buffon!

Sie wurden 2003, 04 und 06 Welttorhüter und wurden hinter Fabio Cannavaro knapp Zweiter bei der Wahl zum Weltfussballer des Jahres. Wer gehört neben Ihnen noch zu den Besten Ihrer Zunft?
Dazu zähle ich vor allem Petr Cech von Chelsea, Iker Casillas von Real und Victor Valdes von Barcelona. Und natürlich auch Oliver Kahn.

Glaubt man den Experten, sind «Kleiderschränke» out. Der moderne Keeper ist zwar athletisch, aber flink auf den Beinen. Wie sehen Sie das?
Ich weiss nicht, ob man das so vereinfachen kann. Wenn du gut bist, bist du gut! Was zählt, ist Fleiss, Selbstvertrauen und vor allem musst du stets selbstkritisch bleiben.

Führen Sie deshalb Buch und studieren ab DVD Ihre Gegentore?
Das habe ich bis vor drei Jahren gemacht. Heute nicht mehr. Nachdem ich an der WM drei Elfer nicht gehalten habe, sollte ich wohl wieder damit anfangen?

Der Schweizer Nati-Coach Köbi Kuhn zieht seit geraumer Zeit eine Rotation seiner drei Nati-Keeper durch. Wie stehen Sie zum Thema Goalie-Rotation?
(lacht) Ein Glück oder auch Pech für den Trainer, drei gute Keeper zu haben… Schwierig zu sagen. Manchmal kann das Probleme geben, weil sich Mannschaft und Goalie nicht aufeinander abstimmen können. Wenn er es schon eine zeitlang so macht, wird sich auch die Mannschaft daran gewöhnt haben. Ich denke aber, dass es für die Moral und für das Vertrauen des Torhüters wichtig ist, dass sich der Trainer rechtzeitig zu seiner Nummer 1 bekennt. Und wieder: In der Schlussabrechnung zählt nur der Erfolg.

Können Sie sich eine Rotation in der «Squadra Azzurra» vorstellen?
Unmöglich, die hat nur einen sehr guten Torhüter – Gigi Buffon!

Und der wird bald Papi eines Sohnes namens Tomas. Richtig?
Stimmt. Und ich freue mich riesig darauf.

Macht man sich auch in Ihrer Position Gedanken darüber, in welch harte Zeit man ein Kind heutzutage setzt?
Selbstverständlich. Diese Verantwortung hat aber nichts mit dem Job zu tun. Ein Kind zu erziehen ist eine Verantwortung und nicht einfach. Ob und wie mir das gelingt, wird sich weisen.

Apropos Zukunft: Sieht man den Weltmeister 2008 in der Schweiz?
Wir sind derzeit in der Gruppe B Dritter, haben aber bei einem Spiel weniger als Leader Frankreich nur zwei Punkte Rückstand. Auf den Zweiten Schottland gar nur einen Punkt. Beim 1:1 gegen Litauen und beim 1:3 in Frankreich im September 2006 waren wir wohl noch von der WM beschwipst. Seither haben wir in acht Partien nur noch ein Remis in Frankreich zugelassen. Ich freue mich schon auf die EM in der Schweiz. Schliesslich will ich noch Europameister werden.

Wobei Sie wohl an Basel keine guten Erinnerungen haben? Im März 2003 haben Sie mit Juve in der Champions League gegen den FC Basel 1:2 verloren.
Stimmt, aber da ging es für uns um nichts mehr, da wir schon vorher für die nächste Runde qualifiziert waren. Im Gegenteil, ich habe schöne Erinnerungen an Basel: Ich durfte Roger Federer kennenlernen. Ein fantastischer Sportler, eine faszinierende Persönlichkeit und ein toller Mensch.

Die menschliche Seite an den «Stars» scheint Ihnen wichtig zu sein?
Die Medien berichten täglich über unser Privatleben und unsere Karrieren. Sie pressen uns in eine Glitzerwelt. Ich versuche Balance zu halten, indem ich viel über Politik, Geschichte und Gesellschaft lese. Auch die Arbeit mit Drogenabhängigen hat mir geholfen. Ich bin in meinem goldenen Käfig stets bemüht, die Realität nie aus den Augen zu verlieren.

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Wir leben in einer Welt wo Ehrlichkeit als Schwäche zählt und die Lügner auf Händen getragen werden!


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