Gianluigi Buffon International - Juventusworld 1897

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Il Capitano

NEWSJuventus Turin - Geschichte


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19. Mar 2014, 01:04

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 Post subject: Juventus Turin - Geschichte
#1PostPosted: 19. Mar 2014, 01:04 
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Juventus Turin - Nichts kann sie stoppen!

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Gegründet: 1. November 1897
Trainer: Massimiliano Allegri
Liga: Serie A
Ort: Turin
CEO: Giuseppe Marotta
Trainingsplätze: Juventus Stadium, Juventus Turin

Juventus Turin gehört zu den erfolgreichsten Fussballvereinen der Welt; die offiziell 29 italienischen Meistertitel (von den 31 gewonnenen Titeln wurden 2 aberkannt, wegen dem Manipulationsskandal 2005/2006) sind nationaler Rekord. Ausserdem war Juventus der erste Fussballverein, dem es mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister 1985 gelang, im Laufe seiner Vereinsgeschichte alle drei Europapokale – UEFA-Pokal, Europapokal der Pokalsieger sowie den Europapokal der Landesmeister – für sich zu entscheiden. Dies gelang seither nur noch Ajax Amsterdam, dem FC Bayern München sowie dem FC Barcelona.

Erzrivalen von Juventus sind traditionell Inter Mailand, AC Mailand und der Stadtrivale FC Turin. Die Spiele zwischen Inter und Juve heissen traditionell Derby d'Italia. Eine weitere Rivalität, insbesondere unter den Anhängern der jeweiligen Vereine, besteht seit den 1960er-Jahren zur Fiorentina, seit sich Juventus zumindest fragwürdig im Kampf um die Meisterschaft gegen die Fiorentina durchsetzte. Verstärkt wurde diese Rivalität 1990 durch den Wechsel von Roberto Baggio von Florenz nach Turin.

Juventus wird seit 22. Mai 2011 von Antonio Conte trainiert. Präsident des Vereins ist Andrea Agnelli. Der Agnelli-Clan unterhält seit 1923 enge Verbindungen zum Verein und ist auch dessen Mehrheitseigentümer. Sowohl Giovanni Agnelli als auch Umberto Agnelli waren zeit ihres Lebens eng mit dem Fussballklub verbunden und standen dem Verein bis zum Tod als Ehrenpräsidenten vor. Finanziell hängt Juventus jedoch nicht von der Familie oder von Fiat ab.

Gemäß den jährlich von Deloitte & Touche LLP. veröffentlichten Kalkulationen ist der Verein nach Real Madrid und Manchester United der drittreichste Fussballklub der Welt. Im Steuerjahr 2004/05 belief sich das geschätzte Vermögen auf 229,4 Millionen Euro (Real Madrid: 275,7).

Regelmässige Umfragen ergeben, dass über 20 % der Italiener Juventus-Fans sind. In Turin selbst galt hingegen lange Zeit der FC Turin als populärere Mannschaft. In den letzten Jahren ist allerdings eine Kehrtwende zu beobachten, so dass mittlerweile Juventus populärer sein dürfte – Schätzungen gehen von einer 60:40-Mehrheit aus. Dies ist vermutlich auf die seit den 60er-Jahren anhaltende Zuwanderungswelle süditalienischer Immigranten nach Turin zurückzuführen. Nicht unwesentlich leidet die Popularität des FC Turin auch an anhaltenden sportlichen Misserfolgen. In Mailand hingegen, der Spielstätte des Erzrivalen Inter, genießt Juve ein unerwartet hohes Ansehen. International, so ergab eine Erhebung des Statistikinstitutes Nielsen im Juni 2012, seien über 200 Millionen Menschen Anhänger des Turiner Vereins. Damit hat der Verein in der weltweiten Beliebtheitsskala Manchester United überholt und strebt nun die Führungsposition von Benfica Lissabon an.

Seit der Saison 2004/2005 hat der Verein ein neues Wappen. Die Umgestaltung beinhaltete eine Vereinfachung, sowie die Schaffung plastischer Tiefe. Der Ausrüster ist Nike, Hauptsponsor mit dem italienweit am höchsten dotierten Vertrag ist das italienische Unternehmen Fiat mit seiner Marke Jeep. Stadionkommentator des Vereins war auch schon des Öfteren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB.

Von den Fussballfans wird der Verein auch oft als „vecchia signora“ („Alte Dame“) bezeichnet. Gesicherte Informationen zum Ursprung dieses Übernamens gibt es nicht.

Geschichte:

Anfänge (1897–1923)

Die Geschichte des Vereins ist untrennbar mit der Geschichte des Agnelli-Clans verbunden. Gegründet wurde der Verein 1897 von 13 Studenten des Turiner Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums, als Augusta Tourinorum. Die Gründer des Vereins waren namentlich die Brüder Enrico und Eugenio Canfari, Gioacchino und Alfredo Armano, Francesco Daprà, Domenico Donna, Carlo Ferrero, Luig Forlano, Luigi Gibezzi, Umberto Malvano, Enrico Piero Molinatti, Umberto Savoia, Vittorio Varetti. Eugenio Canfari fungierte als erster Präsident. Zunächst spielte man in rosafarbenen Trikots. Bald folgte jedoch die Umbenennung in Juventus ("Jugend").

Aufgrund eines Zufalls werden seit 1903 die bis heute charakteristischen weiss-schwarzen Dresse verwendet. Ein englischer Emigrant wollte in jenem Jahr der Mannschaft eine neue Ausrüstung schenken und orderte diese daraufhin in Nottingham. Dabei kam es allerdings zu einer Verwechslung: Bestellt wurden rosa-schwarz gestreifte Trikots – der örtliche Textilhersteller war jedoch offenbar der Meinung, es sollten Trikots für den regional ansässigen Fussballklub Notts County hergestellt werden und produzierte sie in weiss-schwarz. In Turin war man über diese Lieferung allerdings wenig glücklich, mangels Alternativen sah man sich jedoch schon bald dazu gezwungen, die neuen Trikots zu verwenden.

Seit 1900 spielt Juventus in der italienischen Meisterschaft, die 1905 mit einem unerwarteten Erfolg über den seinerzeit größten Rivalen CFC Genua erstmals gewonnen wurde. Danach wurde es allerdings zunächst ruhig um den Verein, der Erste Weltkrieg und sportliche Misserfolge waren die Ursache dafür.

Beginn des Engagements mit Edoardo Agnelli (1923–1970):

Die Wende kam im Jahre 1923, als am 24. Juli Edoardo Agnelli, Vater des berühmten Giovanni Agnelli, eine Partnerschaft mit dem Verein einging und als Sponsor fungierte. Noch im selben Jahr wechselte Virginio Rosetta für damals 50.000 Italienische Lire von der US Pro Vercelli zu Juventus Turin – der erste dokumentierte professionelle Spielertransfer. Dies stellte zugleich den Beginn des (italienischen) Profifussballs dar. Die Mannschaft wurde schon bald weiter verstärkt und so feierte sie 1926 den zweiten Meistertitel. Schnell avancierte Juventus schliesslich zum Seriensieger. Zwischen 1931 und 1935 folgten fünf Titel in Folge, diese Zeit ging als Quinquennio d'Oro in die Klubgeschichte ein. Im Jahr 1933 spielte Juventus erstmals im Stadio Comunale, welches bis 1990 benutzt werden sollte.

Schwere Rückschläge folgten jedoch schon bald. Im Jahr 1935 kam Edoardo Agnelli durch einen Flugzeugabsturz ums Leben und der Zweite Weltkrieg zog wenige Jahre später seine Verwüstungsspuren über Europa. Sportlich war in dieser Zeit der Lokalrivale AC Turin die dominierende Mannschaft der Stadt. 1947 übernahm Giovanni Agnelli die Präsidentschaft über den Verein. Dessen Arbeit wurde weniger mit den zwei folgenden Meistertiteln, als vielmehr mit der Verpflichtung Giampiero Bonipertis (459 Spiele, 179 Tore; heute Ehrenpräsident von Juventus) assoziiert.

Giovanni Agnelli zog sich schon bald als kommissarischer Klubpräsident zurück und überliess seinem Bruder Umberto den Posten. Unter dessen Führung folgte der zehnte Titel und damit der erste Meisterstern im Wappen.

Am 1. Oktober 1958 musste der Verein eine der höchsten Niederlagen in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister hinnehmen. Gegen den österreichischen Verein Wiener Sport-Club schied Juventus Turin als Favorit trotz 3:1 Heimsieges mit einer 0:7 Auswärtsniederlage aus.

In der Saison 1960/61 gewann Juventus umstritten die Meisterschaft: Am 16. April 1961 kam es im Stadio Communale zu einem Derby d'Italia gegen Inter, das die Meisterschaft entscheiden sollte. Nach einem Pfostenschuss der Mailänder kam es unter den Zuschauern des überfüllten Stadions zu Unruhen, die den Schiedsrichter veranlassten, das Spiel abzubrechen. Der Sieg wurde Inter, der Gästemannschaft, zugesprochen und die Mailänder übernahmen die Tabellenführung. Aber nach einem Einspruch von Juventus entschied der Verband am 3. Juni 1961, einen Spieltag vor dem Ende der Meisterschaft, das Spiel wiederholen zu lassen. Besondere Brisanz erhält diese Entscheidung auch dadurch, dass Umberto Agnelli damals nicht nur Präsident von Juventus, sondern auch des italienischen Fussballverbandes war. Inter war über die Vorgänge so wütend, dass die Vereinsführung beschloss, seine Jugendmannschaft das Spiel austragen zu lassen. Juventus gewann das Spiel mit 9:1 und somit auch den Titel. Omar Sívori, im gleichen Jahr zu Europas Fussballer des Jahres gekürt, erzielte in diesem Spiel sechs Treffer.

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Die Ära Boniperti (1971–1990):

1971 wechselte Giampiero Boniperti vom aktiven Spieler in das Management des Klubs und stieg sofort zum Präsidenten auf. Bis in die 70er-Jahre hinein war Juventus zwar national sehr erfolgreich, international hingegen kaum. In die Präsidentschaft Bonipertis fielen die ersten Erfolge im UEFA-Pokal (1977), Pokal der Pokalsieger (1984) und Pokal der Landesmeister (1985), womit Juventus endgültig in die Riege der europäischen Grossvereine aufstieg. Boniperti verpflichtete eine ganze Reihe von erfolgreichen Trainern und Spielern, die Juventus international erfolgreich machten, unter ihnen sind etwa Trainer Giovanni Trapattoni sowie einige der bedeutendsten Spieler der damaligen Zeit. Michel Platini, Dino Zoff, Paolo Rossi, Roberto Bettega, Gaetano Scirea und Fabio Capello sind nur einige der Namen. Letzterer kehrte 2004 als Trainer zu Juventus zurück.

Grund zum Feiern gab es im Jahr des großen Erfolges 1985 jedoch kaum, nachdem es im Finalspiel zu einer Tragödie kam.

Die Tragödie von Heysel:


Zur Saison 1985 erreichte Juventus wie erwähnt das Finale im Pokal der Landesmeister, Gegner sollte am 29. Mai 1985 der englische Meister FC Liverpool sein. Das Finale fand im Heysel-Stadion in Brüssel statt. Lange vor Spielbeginn sahen sich italienische und englische Fans mit gegenseitigen Provokationen konfrontiert. Eine größere Anzahl englischer Hooligans stürmte schließlich etwa eine Stunde vor Spielbeginn den "Sektor Z" des Heysel-Stadions, in dem eigentlich neutrale Fans hätten sitzen sollen, tatsächlich aber hauptsächlich italienische Fans waren. Diese verliessen daraufhin in Panik fluchtartig den Block, wobei einige Personen zu Tode getrampelt wurden, andere von den Zäunen und Mauern zerquetscht wurden. Dabei stürzte auch ein Teil der Mauern des baufälligen Stadions ein und begrub weitere Fans unter sich. Insgesamt starben an jenem Tag 39 Menschen, über 400 wurden verletzt. Die Katastrophe, die durch die englischen Fans hervorgerufen wurde, veranlasste die UEFA zu drakonischen Strafen. So durfte fünf Jahre lang kein englischer Verein an internationalen Wettbewerben teilnehmen, der FC Liverpool gar sieben Jahre nicht. Das Spiel selbst wurde, um weitere Ausschreitungen zu vermeiden, dennoch angepfiffen und durch einen umstrittenen Elfmeter von Michel Platini zugunsten von Juventus entschieden.

Im April 2005 trafen die beiden Vereine erstmals seit 1985 wieder aufeinander. Am Rande des Rückspiels des Champions-League-Viertelfinales in Turin kam es rund um das Stadion erneut zu schweren Ausschreitungen durch italienische Hooligans, die Rache für Heysel geschworen hatten.

Entwicklungen (1990–2006):


1990 folgte der Wechsel in das ungeliebte Stadio delle Alpi und weitere grosse internationale Erfolge. Kurz vor dem Umzug zog sich Boniperti von der Vereinspräsidentschaft zurück und ist seitdem Ehrenpräsident des Klubs.

Vom extra für die Fussball-Weltmeisterschaft 1990 errichteten Stadion war man in Turin allerdings wenig begeistert, genauso wenig wie der Lokalrivale Torino Calcio. Architektonische Mängel sind der Hauptgrund dafür, dass dieses Stadion von den Fans niemals akzeptiert wurde. Das Spielfeld ist aus den hinteren Reihen an manchen Stellen kaum einsehbar und bis zu 162 Meter entfernt. Offiziell hat es eine Kapazität von über 70.000 Sitzplätzen, auf Grund von Restriktionen von den Verbänden UEFA und FIFA ist die tatsächliche Auslastung jedoch bei etwa 60.000 Plätzen erreicht. Im übrigen ist es als Multifunktionsstadion gebaut, und etwa auch für Leichtathletikwettbewerbe nutzbar. Tatsächlich wurde es bis zum heutigen Tag nur ein einziges Mal dafür verwendet – im Jahr 1993.

Bereits Mitte der 90er Jahre entstanden daher zunehmend Spannungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung, was die Konzession des Stadions betraf. 1995 beschloss die Vereinsführung, aufgrund einer Uneinigkeit bezüglich des Pachtpreises die anstehenden Heimspiele im Halbfinale und später im Finale des UEFA-Pokals in das Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion zu verlegen, wo die beiden Spiele mit jeweils 85.000 Zuschauern restlos ausverkauft waren. Dies stellte einen Eklat in der italienischen Fußballgeschichte dar.

Sportlich waren die 90er-Jahre die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte, in der alle großen Titel gewonnen werden konnten, darunter auch der zweite Sieg in dem nun in die "Champions League" umgewandelten höchsten europäischen Vereinswettbewerb, mit einem 6:4 im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam, UEFA-Pokal (unter anderem im erwähnten San-Siro Stadion in Mailand) gegen Borussia Dortmund (3:1 und 3:0), gegen die Juventus am 28. Mai 1997 in München im Endspiel der Champions League mit 1:3 unterlag.

Nach der EM 1996 in England wechselte der damals noch relativ unbekannte Zinédine Zidane zu Juventus Turin. Der offensive Mittelfeldspieler avancierte in den Jahren bei Juventus zu einem Spieler von Weltformat und erhielt 1998 und 2000 die Auszeichnung zum Weltfussballer des Jahres. Für die in der Geschichte des Fußssalls zu diesem Zeitpunkt höchste Transfersumme von 71,6 Millionen Euro wechselte Zidane schliesslich 2001 zu Real Madrid.

Ein weiteres bemerkenswertes Spiel wurde Anfang 1999 gespielt. Als Ende 1998 der umstrittene Kurdenführer Abdullah Öcalan in Rom verhaftet wurde, erreichte das Champions League-Spiel zwischen Juventus Turin und Galatasaray Istanbul in der Türkei eine besondere politische Brisanz. Trotz Protesten beider Vereine beharrte UEFA-Präsident Lennart Johansson jedoch auf die Einhaltung von Ort und Zeit der Austragung. Nie zuvor wurde eine Mannschaft und ein Spiel derart von Polizeikräften geschützt wie Juventus in diesen Tagen. Das Spiel selbst war unspektakulär, jedoch erzeugte das Drumherum ein gewaltiges Medieninteresse. Über eine Milliarde Zuschauer aus 24 Ländern verfolgten den Rummel um das Spiel aufgrund der prekären politischen Situation. Doch innerhalb des von 22.500 Polizisten bewachten Stadions gab es letztendlich weder Ausschreitungen noch Krawalle am Rande des Spiels.

Ende 2001 ging Juventus Turin als dritter italienischer Verein an die Börse. Nach den beiden römischen Vereinen AS und Lazio bot auch Juventus Anteile zum freien Handel an der Mailänder Börse. Etwa 35 Prozent des Gesellschaftskapitals werden seitdem gehandelt. Überraschend kaufte noch im selben Jahr der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi Aktien im Wert von 22,9 Millionen Euro (5,31 Prozent). Mehrheitseigentümer ist nach wie vor die Familie Agnelli, deren Finanz-Holding IFIL weiterhin über 50 % der Anteile hält. In der Folge der Beziehungen der Familie Gaddafi mit dem Verein trainierte kurzzeitig sogar Gaddafis Sohn – Al-Saadi Gaddafi – bei Juventus. Die Aktien wurden zu einem Ausgabepreis von 3,70 Euro in Mailand gehandelt, verloren seitdem jedoch kontinuierlich.

Nach dem Börsengang konnte eine Einigung im langjährigen Streit mit der Stadtverwaltung erzielt werden. Mit dem gewonnenen Kapital wurde das Stadion für 25 Millionen Euro von der Stadt Turin aufgekauft und ging in den Besitz des Vereins über. Anstelle des alten Alpenstadions wird Juventus, nach mehrmaligen Terminverschiebungen, ab Juni 2006 ein neues, reines Fussballstadion nach englischem Vorbild für maximal 42.000 Zuschauer errichten. Erklärtes Ziel ist es, den Stadionbesuch zu einem Event zu machen.

Im Jahr 2004 beschäftigten die Medien eine Dopingaffäre rund um die Mannschaft von Juventus. Der Vereinsarzt Riccardo Agricola stand neben Geschäftsführer Antonio Giraudo wegen mutmasslichem systematischen Dopings vor Gericht. Auslöser waren Dopingvorwürfe von ZdenÄ›k Zeman, der den Spielern von Juventus, insbesondere Del Piero, 1998 "unnatürliche Muskelzuwächse" unterstellt hatte. Verhandelt wurde der Vorwurf systematischem Blutdopings durch Verabreichen von EPO an zahlreiche Spieler zwischen 1994 und 1998. Die Vorwürfe richteten sich vor allem gegen die ehemaligen Mittelfeldspieler Antonio Conte und Alessio Tacchinardi, jedoch auch gegen viele andere Spieler, darunter auch der spätere Trainer vom AS Monaco, Didier Deschamps, und den ehemaligen Nationalmannschaftstorhüter Angelo Peruzzi.

Das Gericht verurteilte im November 2004 den Mannschaftsarzt Riccardo Agricola schließlich in erster Instanz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, während der Geschäftsführer Antonio Giraudo von den Vorwürfen freigesprochen wurde. In zweiter und aus Verjährungsgründen entscheidender Instanz wurde Agricola vom Vorwurf des systematischem Blutdopings freigesprochen. Der Freispruch Giraudos wurde indes bestätigt.

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Manipulationsskandal (2005/2006):

Im Frühling 2006 wurden Abhörprotokolle bekannt, in denen sich unter anderem der damalige Manager des Vereins, Luciano Moggi, mit verschiedenen offiziellen Funktionären des Italienischen Fussballverbandes unterhielt. Für die Staatsanwaltschaft war damit klar, dass Luciano Moggi die Saison 2004/05 manipuliert und damit Juve die Meisterschaft gleichsam erkauft haben soll. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hatte, trat im Mai 2006 der gesamte Vorstand des Vereins um Moggi und Antonio Giraudo, der am 14. Dezember 2009 wegen des Skandals zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, sowie der Präsident des italienischen Fussballverbands Franco Carraro zurück. Trotz dieser Ermittlungen und Vorwürfe gewann Juventus am folgenden Wochenende das Spiel gegen Reggina Calcio und hätte somit seinen 28. Scudetto errungen.

Am 14. Juli 2006 folgte der erste Urteilsspruch des italienischen Fussballverbandes, wonach der Verein die Meistertitel der Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 jedoch verlor. Die genaue Bezeichnung des Vergehens lautete "Strukturierter Sportbetrug". Ausserdem wurde Juve dazu verurteilt, die Saison 2006/07 in der Serie B zu spielen und mit 30 Minuspunkten zu starten. Die Vereinsführung legte sofort Berufung ein und der Berufungsausschuss reduzierte später die ursprüngliche Strafe, indem man die vorgesehenen Strafpunkte für die kommende Saison von 30 auf 17 herabsetzte. Das Urteil wurde allgemein mit grossem Unmut aufgenommen, da man im Vergleich zu den anderen verwickelten Grossklubs AC Mailand, AC Florenz und Lazio Rom, die nur mit Punktabzug belegt wurden, absteigen musste. Die Vereinsführung um den neuen Präsidenten Giovanni Cobolli Gigli hatte sich zum Ziel gesetzt, solange zu kämpfen, bis der Zwangsabstieg revidiert werde. Man plante deshalb vor dem TAR, dem Tribunale Amministrativo del Lazio, weiter gegen das Urteil vorzugehen. Dies hätte bedeutet, dass man die Ebene der Sportgerichtsbarkeit verlassen hätte und vor ein Zivilgericht gezogen wäre. Daraufhin schaltete sich FIFA-Präsident Sepp Blatter ein und drohte dem italienischen Fussballverband drakonische Strafen, bis hin zum Startverbot für italienische Vereine im Europapokal, für diesen Fall an.

Die Vereinsführung wollte sich zuerst nicht einschüchtern lassen, entschied sich am 31. August 2006 jedoch, unter der Bedingung vom Collegio Arbitrale der Coni, dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Comitato Olimpico Nazionale Italiano), noch einmal angehört zu werden, keine Berufung einzulegen und das Urteil der Sportsgerichtsbarkeit zu akzeptieren.

Am 11. Oktober 2006 fand die letzte Anhörung statt und am 27. Oktober 2006 erfolgte der Urteilsspruch, wonach Juve noch einmal acht Minuspunkte erlassen wurden.

In Folge des Zwangsabstieges verliessen zahlreiche Leistungsträger, wie Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram, Zlatan Ibrahimovic oder Patrick Vieira den Verein. Trotzdem gelang es der Vereinsführung, Spieler wie die Weltmeister Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und Mauro Camoranesi, sowie den französischen Stürmerstar David Trezeguet und den Tschechen Pavel Nedved dazu zu bewegen, beim Verein zu bleiben. Der neue Trainer Didier Deschamps stellte mit einer Mischung aus erfahrenen Stars und jungen Spielern eine Mannschaft zusammen, die nach einem Unentschieden im Auftaktspiel in Rimini mit acht Siegen in Folge in die Saison startete und als größter Favorit für den Aufstieg in die Serie A galten. Dieser Rolle wurde der italienische Rekordmeister gerecht und konnte das erste Mal in der Vereinsgeschichte auch die Serie-B-Meisterschaft gewinnen. Trotzdem entschieden der Vorstand und Trainer Didier Deschamps, die Weiterarbeit nach der Saison zu beenden und gaben das Ende der gemeinsamen Arbeit bekannt. Zur Saison 2007/08 übernahm Claudio Ranieri das Traineramt.

Im neuen Stadion (2011 bis heute):

Im November 2008 gab Juventus bekannt im März 2009 mit dem Bau eines neuen Stadions, dem Juventus Stadium, beginnen zu wollen. Im Sommer 2011 ist der Bau des 41.000 Plätze fassenden Stadions beendet worden. Die Kosten sollen ungefähr 105 Millionen Euro betragen haben. Juventus ist der erste italienische Verein, welcher ein eigenes Stadion besitzt. Das erste Pflichtspiel fand dabei vor ausverkauften Rängen statt. Auch die restlichen Heimspiele der Saison 2011/12 waren allesamt ausverkauft.

Nachdem zu Beginn der Spielzeit 2011/12 mit Antonio Conte ein neuer Trainer verpflichtet worden war, fand Juventus endgültig in die Erfolgsspur zurück und spielte zudem offensiven und ansehnlichen Fussball. Unter Conte absolvierte man die Saison ohne Niederlage und wurde souverän Meister mit 20 Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten Udinese Calcio. Ausserdem qualifizierte sich das Team erstmals seit der Saison 2008/09 wieder für die Gruppenphase der Champions League. Auch in der Coppa Italia feierte man Erfolge, erst im Pokalfinale unterlag man dem SSC Neapel mit 0:2. Zu Saisonende verliess Vereinslegende Alessandro Del Piero den Klub, da sein Vertrag nicht verlängert wurde. Zu Beginn der Saison 2012/13 siegte Juventus in Peking gegen die SSC Neapel im Supercup mit 4:2 n.V. und holte den zweiten Titel des Jahres. Am 5. Mai 2013 gewann die Mannschaft mit einem 1:0-Sieg gegen den US Palermo die insgesamt 29. italienische Meisterschaft. Fans und Spieler feierten allerdings mit der Zahl 31, da Anhänger und Verein noch immer die beiden durch den Manipulationsskandal verlorenen Titel mitzählen.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2014):

Während der Vorbereitung auf die Spielzeit 2014/15 trennten sich Juventus und Trainer Antonio Conte aufgrund von Differenzen bei der Personalplanung überraschend. Bereits einen Tag später wurde mit Massimiliano Allegri ein neuer Cheftrainer vorgestellt, auch das Trainerteam wurde ausgetauscht. Nach anfänglichen Protesten seitens der Fans gegenüber dem einstigen Milan-Coach konnte Allegri durch Erfolge die Entscheidung der Vereinsführung bestätigen: Mit 17 Punkten Vorsprung wurde man frühzeitig Meister vor der AS Rom, im Finale der Coppa Italia konnte man zudem Lazio Rom mit 2:1 nach Verlängerung bezwingen und das nationale Double perfekt machen. Außerdem zog man nach einer durchwachsenen Gruppenphase dank gesteigerten Leistungen in das Finale der Champions League ein. Dort unterlag man allerdings dem FC Barcelona mit 1:3.


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19. Mar 2014, 20:27

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 Post subject: Re: Juventus Turin - Geschichte
#2PostPosted: 19. Mar 2014, 20:27 
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Kader der Saison 2013/14

Tor

1 Italien Gianluigi Buffon Kapitän der Mannschaft 28.01.1978
30 Italien Marco Storari 07.01.1977
34 Brasilien Rubinho 04.08.1982

Verteidigung

3 Italien Giorgio Chiellini 14.08.1984
4 Uruguay Martín Cáceres 07.04.1987
5 Italien Angelo Ogbonna 23.05.1988
13 Italien Federico Peluso 20.01.1984
15 Italien Andrea Barzagli 08.05.1981
19 Italien Leonardo Bonucci 01.05.1987
26 Schweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984

Mittelfeld

6 Frankreich Paul Pogba 15.03.1993
7 Italien Simone Pepe 30.08.1983
8 Italien Claudio Marchisio 19.01.1986
20 Italien Simone Padoin 18.03.1984
21 Italien Andrea Pirlo 19.05.1979
22 Ghana Kwadwo Asamoah 09.12.1988
23 Chile Arturo Vidal 22.05.1987
33 Chile Mauricio Isla 12.06.1988

Sturm

9 Montenegro Mirko Vučinić 01.10.1983
10 Argentinien Carlos Tévez 05.02.1984
12 Italien Sebastian Giovinco 26.01.1987
14 Spanien Fernando Llorente 26.02.1985
18 Italien Argentinien Pablo Osvaldo 12.01.1986
27 Italien Fabio Quagliarella 31.01.1983

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18. May 2015, 23:44

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 Post subject: Re: Juventus Turin - Geschichte
#3PostPosted: 18. May 2015, 23:44 
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Kader der Saison 2014/15

Tor

1 Italien Gianluigi Buffon Kapitän der Mannschaft 28.01.1978
30 Italien Marco Storari 07.01.1977
34 Brasilien Italien Rubinho 04.08.1982

Abwehr

3 Italien Giorgio Chiellini 14.08.1984
4 Uruguay Martín Cáceres 07.04.1987
5 Italien Nigeria Angelo Ogbonna 23.05.1988
15 Italien Andrea Barzagli 08.05.1981
19 Italien Leonardo Bonucci 01.05.1987
26 Schweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984
33 Frankreich Senegal Patrice Evra 15.05.1981
39 Italien Luca Marrone 28.03.1990

Mittelfeld

2 Brasilien Italien Rômulo 22.05.1987
6 Frankreich Guinea Paul Pogba 15.03.1993
7 Italien Simone Pepe 30.08.1983
8 Italien Claudio Marchisio 19.01.1986
20 Italien Simone Padoin 18.03.1984
21 Italien Andrea Pirlo 19.05.1979
22 Ghana Kwadwo Asamoah 09.12.1988
23 Chile Arturo Vidal 22.05.1987
37 Argentinien Roberto Pereyra 07.01.1991
27 Italien Stefano Sturaro 09.03.1993

Angriff

9 Spanien Álvaro Morata 23.10.1992
10 Argentinien Carlos Tévez 05.02.1984
11 Frankreich Guinea Kingsley Coman 13.06.1996
32 Italien Alessandro Matri 19.08.1984
14 Spanien Fernando Llorente 26.02.1985


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30. Sep 2015, 12:20

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 Post subject: Re: Juventus Turin - Geschichte
#4PostPosted: 30. Sep 2015, 12:20 
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Kader der Saison 2015/16

Tor

1 Italien Gianluigi Buffon Kapitän der Mannschaft 28.01.1978
25 Brasilien Neto 17.09.1989 2015
34 Brasilien Italien Rubinho 04.08.1982
38 Italien Indonesien Emil Audero 18.01.1997

Abwehr

3 Italien Giorgio Chiellini 14.08.1984
4 Uruguay Martín Cáceres 07.04.1987
12 Brasilien Alex Sandro 26.01.1991
15 Italien Andrea Barzagli 08.05.1981
19 Italien Leonardo Bonucci 01.05.1987
24 Italien Daniele Rugani 29.07.1994
26 Schweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984
33 Frankreich Senegal Patrice Evra 15.05.1981

Mittelfeld

6 Deutschland Tunesien Sami Khedira 04.04.1987
8 Italien Claudio Marchisio 19.01.1986
10 Frankreich Guinea Paul Pogba 15.03.1993
11 Brasilien Hernanes 29.05.1985
18 Gabun Frankreich Mario Lemina 01.09.1993
20 Italien Simone Padoin 18.03.1984
22 Ghana Kwadwo Asamoah 09.12.1988
27 Italien Stefano Sturaro 09.03.1993
37 Argentinien Roberto Pereyra 07.01.1991

Angriff

7 Italien Simone Zaza 25.06.1991
9 Spanien Álvaro Morata 23.10.1992
16 Kolumbien Juan Cuadrado 26.05.1988
17 Kroatien Mario Mandžukić 21.05.1986
21 Argentinien Italien Paulo Dybala 15.11.1993


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11. Jul 2017, 18:17

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 Post subject: Re: Juventus Turin - Geschichte
#5PostPosted: 11. Jul 2017, 18:17 
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Kader der Saison 2016/17

Tor

1 Italien Gianluigi Buffon Kapitän der Mannschaft 28.01.1978
25 Brasilien Neto 19.07.1989
32 Italien Emil Audero 18.01.1997

Abwehr

3 Italien Giorgio Chiellini 14.08.1984
4 Marokko Medhi Benatia 17.04.1987
12 Brasilien Alex Sandro 26.01.1991
15 Italien Andrea Barzagli 08.05.1981
19 Italien Leonardo Bonucci 01.05.1987
23 Brasilien Dani Alves 06.05.1983
24 Italien Daniele Rugani 29.07.1994
26 Schweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984
29 Italien Paolo De Ceglie 17.09.1986

Mittelfeld

5 Bosnien und Herzegowina Miralem Pjanić 02.04.1990
6 Deutschland Sami Khedira 04.04.1987
8 Italien Claudio Marchisio 19.01.1986
14 Italien Federico Mattiello 14.07.1995
18 Gabun Mario Lemina 01.09.1993
22 Ghana Kwadwo Asamoah 09.12.1988
27 Italien Stefano Sturaro 09.03.1993
28 Venezuela Tomás Rincón 13.01.1988
38 Italien Rolando Mandragora 29.06.1997

Angriff

7 Kolumbien Juan Cuadrado 26.05.1988
9 Argentinien Gonzalo Higuaín 10.12.1987
17 Kroatien Mario Mandžukić 21.05.1986
20 Kroatien Marko Pjaca 06.05.1995
21 Argentinien Paulo Dybala 15.11.1993

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